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Flexible Arbeitszeitgestaltung


Die Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung sind sehr vielfältig. Basierend auf rechtlichen Rahmenbedingungen, betrieblichen Belangen und Mitarbeiterinteressen lassen sich maßgeschneiderte Regelungen vereinbaren. Aber erst das optimale Zusammenspiel der unterschiedlichen Faktoren bringt den gewünschten Erfolg.

Im Einzelnen zählen folgende Punkte zum möglichen Regelungsbedarf:
  • Arbeitszeitrahmen (z. B.: Gleitzeit, Funktionszeit, Kernzeit)
  • Größe des Zeitkontos (Plus- und Minusstundengrenzen, Ampelkonten)
  • Ausgleichszeitraum (beispielsweise 12 Monate)
  • Individueller Zeitspielraum (z. B.: Zeitsouveränität, Vertrauensarbeitszeit)
  • Regelungen zur Mehrarbeit (Zeit oder Geld)
  • Flankierende Maßnahmen (z. B.: Kommunikation, Gruppenarbeit, Führungsverhalten)
  • Erfolgreiche mitarbeiterorientierte Vorgehensweise

Weitere Erläuterungen zur Vorgehensweise finden Sie auch hier: Einführungspyramide

Die 3Z-Methode - Ziel, Zeit, Zahl

Grundsätzlich reicht es häufig nicht aus, pauschal auf die betrieblichen Belange zu verweisen. Ergebnisorientiert und selbstbestimmt kann nur arbeiten, wer die genauen Indikatoren bzw. Ziele zur Orientierung kennt. Diese Ziele sollten in der Gruppe gemeinsam mit den Vorgesetzten vereinbart werden, wobei die Überprüfbarkeit ebenfalls sichergestellt werden muss.
Dann ist weiter die Zeit für den täglichen oder wöchentlichen Arbeitszeitrahmen festzulegen. Dies ermöglicht beispielsweise eine exakte Ansprechbarkeit für externe und interne Kunden und trägt zur individuellen Planbarkeit bei den Beschäftigten bei.
Schließlich ist die Zahl der Mitarbeiter zu vereinbaren, die für die Zielerreichung im vereinbarten Zeitrahmen zur Funktionsfähigkeit der einzelnen Arbeitsbereiche zur Verfügung stehen muss. In auftragsstarken Zeiten werden möglicherweise alle Beschäftigten benötigt, während in auftragsschwachen Zeiten die Hälfte ausreicht.
Diese Vorgaben dienen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dann zur weiteren Feinsteuerung ihrer Arbeitszeit entsprechend der betrieblichen und persönlichen Aufgaben.


Publikationen:

Danlowski, Marc-A. (2010): Flexibilität im Einzelhandel durch versetzte Arbeitszeiten, erschienen in: "Die ZeitSchrift", Ausgabe 26, August 2010. hier

weitere Informationen:

Flexible Arbeitszeiten während der Wirtschaftskrise. Frankfurter Rundschau (03.10.2010) hier

Humane oder flexible Arbeitszeiten hier

Lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung hier

Versetzte Arbeitszeitmodelle hier